 Artemis & Winkler ISBN: 978-3-538-07270-1
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Leuchtende Liebe, lachender Tod
„Daß ich den
Tristan geschrieben, danke ich Ihnen aus tiefster Seele in alle
Ewigkeit“, schrieb Richard Wagner an Mathilde Wesendonck. Er verdankte
ihr auch die Inspiration zu anderen Opern. Doch Wagners Bild von Mann
und Frau speiste sich nicht nur aus realen Begegnungen, sondern auch
aus zeitgenössischen Vorstellungen. Die damals dem männlichen oder
weiblichen Charakter schematisch zugeteilten Eigenschaften wurden von
ihm auch musikalisch umgesetzt. Damit tritt ein semantisches System der
musikalischen Zuordnung hervor, das die Autorin aufspürt und
systematisiert, wobei sie auch das erotisch Verbotene und
Ausgeschlossene dingfest macht. Trotz des Auftretens auch starker
Frauen wie Brünnhilde aus dem gewaltigen Ring des Nibelungen
bleibt im gesamten Werk Richard Wagners ein asymmetrisches
Geschlechterverhältnis vorherrschend. Es zeigt sich aber auch, daß
Wagner Vorstellungen von einer freien Welt entwickelte, in der sich -
vielleicht sogar gegen den Willen ihres künstlerischen Schöpfers - auch
Frauen wiederfinden können. Eva Riegers Ansatz entspricht nicht den
üblichen Deutungstraditionen, betritt aber gerade dadurch Neuland.
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Kurzbiographie
von Eva Rieger
Eva
Rieger studierte Schulmusik, Musikwissenschaft
und Anglistik an der Hochschule für Musik, der Technischen Universität und der
Freien Universität Berlin. 1973-77 Wiss. Assistentin an der Hochschule für
Musik Berlin; 1976 Promotion, 1978-1991 Akademische Rätin an den Universitäten
Göttingen und Hildesheim; 1991 – 2000
Professorin für Historische Musikwissenschaft (Schwerpunkt
Sozialgeschichte der Musik) an der Universität Bremen. Sie war auf eigenen
Wunsch bis zur Pensionierung ab 2000 beurlaubt und lebt heute in Vaduz.
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Lebenslauf
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